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12 Mrz 2012

Schilf: Alles, was denkbar ist, existiert

Author: lzettl | Filed under: Filmkritiken, Kinonews

 

Die Physik als Wissenschaft beschäftigt sich nicht nur mit klar beweisbaren Fakten und Tatsachen, sondern lässt die Forschung auch meist in ein undefinierbares, verwirrendes und nicht greifbares Gebiet eintauchen. Ungewissheit, die es zu beweisen gilt. Vor dieser Herausforderung sieht sich auch der Universitäts Professor Sebastian Wittich, der sich seit geraumer Zeit mit der Möglichkeit der Existenz von Paralleluniversen beschäftigt.

Der Roman Schilf von Juli Zeh driftet in menschliche und wissenschaftliche Abgründe ab, die der Film gekonnt in die Bildlichkeit übersetzt. Ein Psychodrama, das bis unter die Knochen geht und nicht nur die Hauptfigur in absolute ungewisse Tiefen schleudert, sondern auch den Zuschauer zum nachdenken anregt. Abstrakte Konzepte von Raum, Zeit und Wirklichkeit werden hier zur Realität und stellen zum einen gängige Grundstrukturen der physikalischen Wissenschaft in Frage und verflechten sich zum anderen in eine unglaublich fesselnde Geschichte aus Kindesentführung, Mord und gescheiterten menschlichen Beziehungen.

Sebastian und Oskar sind seit der Unizeit die besten Freunde. Zwei Physiker wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Der eine sehr pragmatisch und unbeholfen, der andere brilliant und elegant. Haben sie sich im Studium zu Höhen angetrieben, verlieren und entfernen sich die beiden im Hier und Jetzt immer mehr von einander. Während Oskar an das berühmte Schweizer Forschungsinstitut CERN geht, um seine genialen Ideen in die Tat umzusetzten, flieht der eher gefühlsbetonte Sebastian vor dem ständigen Konkurenzkampf mit seinem besten Freund in die Ehe. Doch so einfach kann man der intensiven Beziehung nicht entkommen und sieht sich schneller als man möchte vor einem unauflösbar scheinenden und zunehmend komplexeren Problem. Der Sohn wird entführt, die Ehe zerbricht, der Glaube an die eigene Theorie in Zweifel gezogen. Und alles wegen einer Freundschaft, die so innig ist, dass sie nur Eifersucht hervorbringen kann!

Die Handlung ist wirklich komplex und der Zuschauer wird immer weiter in Verstrickungen, Verwirrungen und realitätsfernen Situationen geworfen, bis das Rätsel gelöst und man schockiert vor einer ungesunden menschlichen Beziehung sitzt.

28 Feb 2012

Die strahlenden Oscargewinner!

Author: lzettl | Filed under: Kinonews

 

Das Fest ist vorbei, der Teppich vor dem Kodak-Theater ist wieder eingerollt und die Gewinner der diesjährigen Oscar-Verleihung sind längst bekannt. Trotzdem hier ein Rückblick über die Nacht der Nächte!

Die wichtigsten Preisträger waren:

Bester Film: „The Artist“ (Regie: Michel Hazanavicius, Produzent: Thomas Langmann)

Regie: Michel Hazanavicius („The Artist“)

Hauptdarsteller: Jean Dujardin („The Artist“)

Hauptdarstellerin: Meryl Streep („Die Eiserne Lady“)

Nebendarstellerin: Octavia Spencer („The Help“)

Nebendarsteller: Christopher Plummer („Beginners“)

Nicht-englischsprachiger Film: „Nader und Simin – Eine Trennung“ (Iran, Regie: Asghar Farhadi)

Animationsfilm: „Rango“ (Regie: Gore Verbinski)

Dokumentarfilm: „Undefeated“ (Regie: TJ Martin, Dan Lindsay and Rich Middlemas)

Original-Drehbuch: Woody Allen („Midnight in Paris“)

Adaptiertes Drehbuch: Alexander Payne, Nat Faxon, Jim Rash („The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten“)

Kamera: Robert Richardson („Hugo Cabret“)

Schnitt: Kirk Baxter und Angus Wall („Verblendung”/”The Girl with the Dragon Tattoo“)

Spezialeffekte: Rob Legato, Joss Williams, Ben Grossmann und Alex Henning („Hugo Cabret“)

Kostümdesign: Mark Bridges („The Artist“)

Ausstattung: Dante Ferreti und Francesca Lo Schiavo („Hugo Cabret“)

Make-up: Mark Coulier und J. Roy Helland („Die Eiserne Lady“)

Filmmusik: Ludovic Bource („The Artist“)

Filmsong: „Man or Muppet“ (Bret McKenzie, „Die Muppets“)

Der schwarz-weiß Stummfilm The Artist schlug ein wie eine Bombe und räumte nicht nur bei den Oscars, sondern auch bei den Golden Globes die wichtigsten Preis ab!

The Artist eine französischer Film über den Übergang vom Stummfilm zum Tonfilm. In diese Entwicklung ist die gegenläufige Erfolgsgeschichte von Stummfilstar Valentin und Tonfilmliebling Peppy eingestrickt. Beide Figuren wechseln sich mit ihren Erfolgen ab und während der eine alles mit samt der Ehefrau verliert, klettert das einst unauffällige Mädchen die Karriereleiter senkrecht nach oben. Eine wunderschöne Geschichte über das alte Hollywood. Ein Kunstfilm mit besonderem Charme und mitreißender Virtuosität! Unbedingt ansehen und lieben!

13 Feb 2012

Die vier Filmklassiker der Whitney Houston

Author: lzettl | Filed under: Allgemein

Ich weiß, dass heir ist normalerweise ein astreiner Filmblog, aber heute sehe ich mich einfach dazu verpflichtet, eine ganz besondere Dame in den Vordergrund zu stellen: Whitney Houston. Die Nachricht über ihren Tod letzten Samstag ließ die meisten Gäste der Grammy Awards in schwarz erscheinen und hält immer noch eine eisige Hand um unsere Herzen, welche die Popdiva einst höher, ja am höchsten schlagen ließ!

Daher möchte ich ein kleines Resümee über die Filmkarriere der WHitney Houston ziehen und ihr auf diesem Weg Tribut zollen für ihre atemberaubende Schönheit, ihr unnachahmbares Talent und ihr wunderschönes Lächeln!

Ihr größter Kinoerfolg war wohl der Thriller (1992) mit Kevin Costner. Ihr wisst alle, welchen Film ich meine: THE BODYGUARD! Unter der Regie von Mick Jackson und dem Drehbuch von Lawrence Kasdan wurde dieser Film ein richtiger Kassenschlager. Aber wohl leider eher durch die großen Namen von Houston und Costner, denn die Handlung ist nicht gerade bombenmäßig. Eine Liebesgeschichte, ein stadtlicher Mann, ein weiblicher Superstar, die ihrer Divenrolle nicht so recht entkommen kann und ein gemeiner Stalker. Für einen kuscheligen Mädchenabend ist dieser Film, würde ich meinen, genau das richtige.

Mit der Komödie WARTEN AUF MR RIGHT (1995) wurde an den Erfolg des ersten Houston-Films angeknüpft und eine wirklich nette, witzige Geschichte um vier Frauen erzählt, die alle mehr Pech mit Männern haben und eben auf den RIchtigen warten. Forest Whitaker führte hier Regie. Und auch zu diesem Film steuerte Whitney ein paar wirklich großartige Songs bei: Exhale (Shoop Shoop), Count on me (feat Cece Winans) und Why does it hurt so bad

Im dritten Film RENDEZVOUS MIT EINEM ENGEL (1996) wird Denzel Washington zum Engel, der Whitneys Familie während der festlichen Adventszeit wieder zusammenführt. Mit einer leicht kitschigen Atmosphere und einer naiven Perspektive auf die Handlung, schafft es der Film dennoch gute Unterhaltung zu sein.

Der vierte Film im Bunde ist der Musikfilm CINDERELLA  (1997) in dem Whitney die Gute Fee spielt und dem armen Cinderellamädchen hilft. Die Musikerin Brandy spielt Cinderella und singt zusammen mit Whitney die meisten Lieder auf dem Soundtrack.

Die Filmographie von Whitney Houston ist wie eine rosa Landschaft. Liebe, Freundschaft und Engel. Leider war die heile Welt der Kinoleinwand nicht Whitneys Realität.

26 Jan 2012

The Descendants – eine bewegende Dramödie

Author: lzettl | Filed under: Kinonews

 

Bei den Golden Globes wurde nicht zu Unrecht der Film The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten als bester Film in der Kategorie Drama und George Clooney als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Heute läuft der Film in den deutschen Kinos an – höchste Zeit über dieses wundervoll lustiges und tieftrauriges Werk zu berichten!

Auf Hawaii zu leben, klingt wie der größte Traum! Sonne, Strand, Palmen und Meer mehr wünscht sich der Ottonormalverbraucher eigentlich nicht und man möchte meinen, dass in diesem wahr gewordenen Paradies kein Wässerchen trübt. Doch falsch gedacht! In dieser Geschichte braut sich ein emotionaler Sturm zusammen, der die See zum kochen bringt!

Die Story: der hawaiianische Geschäftsmann und Familienvater Matt King muss sich seinen Sorgen stellen und kann sich nicht hinter der paradiesischen Atmosphäre verstecken. Nach einem Bootsunfall liegt seine Ehefrau im Koma. Nun muss sich der Vater seinen Töchtern widmen und jeder weiß, dass bei pubertären Mädchen allerhand Überraschungen auf einen warten können. Zudem nicht genug, denn King findet heraus, dass seine von ihm entfremdete Frau eine Affäre hatte und fest entschlossen war, ihn zu verlassen. Die Ärzte teilen dem gehörnten Ehemann mit, dass seine Frau nicht mehr aus dem Koma erwachen wird. Nun macht Matt sich mit seinen beiden Töchtern auf die Suche nach dem anderen Mann.

Der Regisseur Alexander Payne (Sideways, About Schmidt) erzählt wieder einmal eine Geschichte, die uns tief berührt. Von Tradition, Familie, Abschied, Sterben und Liebe. Auch der Ort der Handlung wird liebevoll in die Erlebnisse der Protagonisten einbezogen, denn er ist es, der sie unteranderem ausmacht. Clooney spielt wieder einmal hervorragend und füllt perfekt die Rolle des Patriarchen, traditionsbewussten Familienvater, welcher als letzte Instanz über den Verkauf eines Stück Landes entscheiden muss. Die Reise als Kernstück lässt alle Charaktere an ihren Erlebnissen wachsen.

Einfach, nachdrücklich und und bittersüß ist dieses Werk von Payne und sollte unbedingt im Kino gesehen werden!

13 Jan 2012

Verblendung: Die Vierte!

Author: lzettl | Filed under: Kinonews

Was ja schon 2010 von uns angekündigt worden ist, wird dieses Jahr in Erfüllung gehen! Unglaublich aber wahr! Amerika, das heißt David Fincher hat alle von Stieg Larsson geschriebenen Thriller kopiert und eins zu eins nachverfilmt! Der neue Film ist gestern ins Kino gekommen und die Reaktionen fielen meistens so aus: Wieso, weshalb, warum macht Hollywood das? Klar, die Millennium Trilogie war ein Bombenerfolg und schlug nicht nur als Buchreihe des verstorbenen Autors Larsson ein, sondern auch als die dreiteilige Verfilmung. Viele denken sich jetzt, ganz klar boykottieren! Ja uns so denke ich auch, wenn da nicht ein bisschen Neugierde geweckt worden wäre, wie der Film als komplettes Remake so geworden ist.

Schaut man sich den Trailer an, ist man eher gelangweilt von einem aalglatten Daniel Craig und einer zu stillen, ja Mäuschen ähnlichen Lisbeth (Rooney Mara), diese Einschätzungen werden im Verlauf des Films leider auch bestätigt. Was alles zusammenhält ist schlicht und einfach Stieg Larssons unglaubliche Geschichte, die die Spannung schon von selbst so antreibt, dass man auch bei einer zweitklassigen Verfilmung etwas mitgerissen wird. Traurigerweise ist das nicht der erste Film, den Hollywood meinte, nachmachen zu müssen. Und hast ihnen was gebracht? Ich denke viele Leute werden sich den Film trotzdem ansehen, schon allein aus dem Grund, um Vergleiche zu ziehen. Aber ganz sicher nicht, um den Nachfolger besser zu finden. Das geht nämlich gar nicht! Die Ernsthaftigkeit, die melancholische Attitüde, die bittere nordische Kälte und die verhangenen, düsteren Gemüter, die nur Skandinavische Kunst erzeugen kann, wird eine Hollywoodproduktion nie im Leben nachahmen können – auch nicht durch etliche Spezialeffekte. Aber vielleicht müsst ihr selbst sehen, um euch von Finchers Scheitern zu überzeugen!

14 Dez 2011

Silvesterchaos im Big Apple: Happy New Year!

Author: lzettl | Filed under: Kinonews

Wer würde nicht gerne einmal in der fettesten Metropole ever – New York City – den letzten Abend des Jahres feiern? Seine neuen Vorsätze gleich mit einer guten Flasche Wein direkt in Manhattan runterspülen? Klar, jeder, dass hat sich auch Regisseur Garry Marshall gedacht. Diesen kreativen Kopf kennt man durch den mega-mega erfolgreichen Film Pretty Woman (und für Filmgeeks: aus der 22. Simpsons Staffel in Episode 12).

Gleich nach dem Muster, dass Marshall in der Liebeskomödie Valentinesday letztes Jahr schon durchgezogen hat, ist der Film Happy New Year eine romantische und sehr ineinander verflochtene Geschichte von mehr als 20 Leuten, die sich alle im Laufe des Abends möglicherweise kreuzen. Es geht um zweite Chancen, um die Liebe, um Vergebung oder um den Brücken-abrechenden Neuanfang. Eins steht fest, dass sich Marshall mal wieder eine ordentlich gesunde Portion an bekannten Schauspielern mit ins Boot geholt hat. Neben Ashton Kutcher, Robert De Niro, Sarah Jessica Parker, Halle Berry  sind auch Oscar-Gewinnerin Hilary Swank, Michelle Pfeiffer und Zac Efron (?) mit dabei. Bei diesem jungen Musical-Boy und Bon Jovi frag ich mich doch ernsthaft, warum die zwei auf der Liste stehen? Aber wir wollen einen Film ja nicht schlecht machen, nur weil uns/mir ein, zwei Gesichter nicht passen oder? Und wer darf natürlich in gar keinem Fall fehlen? Ja genau der Kein-Ohr-Hasen Mann Til Schweiger. Der wie vielte Versuch ist das jetzt, um in Hollywood Fuß zu fassen?

Aufgrund des enormen Staraufgebots, weiß man leider manchmal nicht wohin man schauen soll und viele der kleinen Geschichten sind auch zu kurz angeschnitten, um einen tieferen Einblick zu erhaschen. Es ist ein wunderschönes Projekt, denn wenn nicht an solchen Abenden wie Silvester, werden so vielen Emotionen freien Lauf gelassen. Und sind wir ehrlich, man liebt schließlich große Geschichten an besonderen Tagen oder Abenden. Seit vor allem gespannt auf die Performance von Michelle Pfeiffer und De Niro. Diese zwei Größen geben dem manschmal sehr mittelmäßigen Film ein bisschen fehlende Tiefe und schöne schauspielerische Momente.

Nichtsdestotrotz, ist Happy New Year ein ganz netter Streifen, den man sich vielleicht mit seiner Freundin ansehen kann, ohne an einem Romantik-Overkill zu sterben!

By the way Merry Christmas and a Happy New Year!

7 Dez 2011

James Bond 23: Skyfall

Author: lzettl | Filed under: Kinonews

Das gut gesicherte Geheimnis ist gelüftet! Der neue James Bond Film lautet Skyfall! Nachdem eine Firma, die Namen und Labels sichert, im Auftrag von Sony Pictures viele Web Domains mit dem Namen skyfall-movie etc. gekauft hat und der Titel somit unweigerlich rauskam, wurde er jetzt bestätigt!

Auch die Rollenverteilung ist soweit schon klar. Während natürlich der blonde Schönling Daniel Craig wieder seine beste Seite als der charmante Mr. Bond zeigt, wird Javier Bardem seinen Erzfeind spielen. Das wird ziemlich spannend, da wir Bardem ja schon in No Country For Old Men als den brutalsten und absurdesten Bösewicht bewundern durften! Desweiteren wird eines der immer bildhübschen Bondgirls von der englischen Schauspielerin Naomie Harris gespielt. Die hübsche Britin hatte ihr Debüt in dem Horror 28 Days Later und hat seit dem viele Ferhsehrollen und kleiner Rollen in Blockbustern übernommen. Und vielleicht gibt es mit Ralph Fiennes auch noch ein Sahnehäuptchen oben drauf. Diese Infomration ist aber noch nicht wirklich bestätigt. Oder besser gesagt, Fiennes möchte nichts über seine sehr interessante und ziemlich lustige Rolle sagen!

 

Leider hatte die Produktionsfirma MGM finanzielle Probleme und die Filmvorbereitungen liefen erst letztes Jahr an. Der offizielle Premiere findet am 26. Oktober 2012 in London statt und alle anderen dürfen sich auf die Zeit zwoschen dem 23. Oktober und dem 7. Dezember freuen. Also noch ein Jahr warten, bis wir unseren geliebten Bond wieder in Action sehen. Drehorte sind unteranderem Indien, China und das Finale soll in Schottland gedreht werden.

 

Wir dürfen gespannt sein, wasdem Regisseur Sam Mendes so alles einfällt, um uns bei Laune und das hohe Niveau der Bond-Reihe aufrecht zu halten! Und wer nicht mehr warten kann, der kann auf der offiziellen Seite, sogar die verbleibenden Sekunden zählen!

Wie ein Kind vor dem Weihnachtsbaum habe ich mich darauf gefreut. Nach 300 habe ich ordentlich Blut geleckt und will Mickey Rourke endlich als machtbessesenen und blutrünstigen Bösewicht sehen.

Doch das ist leider schon alles, was mir an diesem gewaltigen Blockbuster gefallen hat. Und natürlich die wunderschöne Grafik, die dem epochalen Leinwandgemetzel einen künstlerischen Zauber verleiht. Aber leider ist auch keiner wie Leonidas oder besser Gerard Butler, und der Held nur ein billiger, amerikanischer, weichlicher Abklatsch. Auch dem hübschen Orakelmädchen kann ich nicht viel abgewinnen. Viel zu aufgesetzt und ohne Inhalt. Da waren mir die Spartaner lieber.

 

Diesemal wird aber noch eins draufgesetzt und die allmächtigen Götter kommen mit ins Spiel. Während der machtgeile König Hyperion danach trachtet, die eingesperrten Titanen frei zu lassen, bildet Zeus Theseus aus, um die grausamen Truppen zu stoppen. In sich ist die Handlung sehr gut aufgebaut und die vielen mythologischen Sagen passen alle zusammen. Aber leider ist bei mir trotzdem keine Euphorie aufgekommen!

 

Natürlich steht auch etwas ganz anderes im Mittelpunkt dieses bombastischen Actionspektakels; schnelle, blutige, heftige und erbamungslose Kriege mit den trickreichsten 3D-Effekten zu designen und den Zuschauer bei jedem Kampf im Kinosessel zittern zu lassen.

4 Nov 2011

Twilight: Der Countdown läuft

Author: lzettl | Filed under: Kinonews

Wie viele Teenager, weibliche Fans und romantisch angehauchte Menschen sind schon gespannt und können das Ende dieses kalten Wintermonats nicht mehr abwarten! Der Kinostart findet am 24. November 2011 statt und die Kinos werden aus allen Nähten platzen. Alle wollen das Fest dieses Jahres mit eigenen Augen verfolgen, wenn Bella und Edward ihre Liebe mit einer Ehe besiegeln! Wie lange haben wir darauf gewartet? Der einzige Wehmutstropfen ist, dass der letzte Film der Twilight-Saga geteilt wurde und wir nur das Vergnügen haben werden den ersten Teil zu sehen.

Der Kampf zwischen den Cullens und den Volturi erreicht nun seinen Höhepunkt und alle sind involviert – auch die Werwölfe. Während zu Beginn die Szene noch durch das Fest der Liebenden geprägt ist und alle sich freuen, verstrickt sich die Geschichte immer mehr aufkommende Probleme. Bella erwartet ein Kind und sie entscheidet sich trotz der Gegenargumente des Cullen-Clans für eine Geburt eines Halbvampirs. Keiner kann voraussagen wie sich dieses entwickeln wird- oder doch? Die Geburt kann Bella das Leben kosten und birgt noch viel mehr Potenzial den Kampf gegen die Volutri erneut zu entfachen. Spannend und nervenaufreibend bildet die Geschichte ihren Klimax in dem Biss, der Bella zu einem Vampir verwandeln wird.

Seid gespannt und erwartet alle den 24. November!

25 Okt 2011

Oscar-nominierter Thriller: Die Frau, Die Singt!

Author: lzettl | Filed under: Kinonews

Absolut verblüfft lässt mich der Film zurück. Man wird in eine fremde Welt geworfen, die zu anfangs nur erahnen lässt, welche schrecklichen Geheimnisse auf die beiden Zwillinge und auf den Zuschauer warten.

Nach dem Drehbuchautor Wajdi Mouawad ist es nicht von Belang, wo der Film spielt, welche Nation er zeigt. Wichtig ist ausschließlich, dass man versteht, was Hass, Rache und Vergeltungsschläge einem Land und seinen aus ihm entstammenden Generationen antun kann. Der Krieg ist nach Friedensschluss noch lange nicht beendet. Nein, er reicht bis in die Spitzen der Jahre später gezeugten Abkömmlinge und sucht sie heim, die Vergangenheit ihrer Eltern, Großeltern oder Geschwister aufzuarbeiten. Während man zuerst noch mit Unverständnis und Abneigung der im Dunklen liegende Familiengeschichte gegenübertritt, offenbart sich in diesem Film eine gewaltige Welle des Schreckens, die auch vor dem abgebrühtesten Angehörigen nicht Halt macht.

Die Geschichte setzt sich aus zwei Erzählsträngen zusammen. Das Leben der Mutter läuft zeitgleich mit der Suche der Tochter nach ihrem todgeglaubten Vater und dem bis dato nicht existierenden Bruder ab und lässt uns in einen Strudel aus Folter, Mord und Blut geraten. Warum also in einer längst verstorbenen Vergangenheit herumstochern? Warum sich von jenem stillen und doch so klangvollen Leiden der toten Mutter überwältigen lassen? Weil die Klarheit Ruhe schafft und Erlösung. Bevor die Zwillinge das Leben ihrer Mutter nicht aufgearbeitet haben, wird auch diese niemals Ruhe finden und der Erde abgewandt in ihrem Grab liegen. Das Ausmaß der Erlebnisse ergreifen auch die Zwillinge und lassen sie am Schluss zwar Gewissheit haben, aber sie werden ebenso vor den Trümmern und den brutalen Schicksalsschlägen ihrer Mutter stehen. Denn ihre Geschichte ist auch die gleiche ihrer Kinder, welche die beiden zu ein und derselben Person führen wird – dem Vater im Bruder und dem Bruder im Vater.

Packend, traurig und augenöffnend ist dieser Film, daher ein unbedingtes Muss für jeden, der nicht nur auf den immer gleichen Hollywoodkitsch steht!